News / Berichte

Maria Vasatko


Das Leben mit dem Pony-Hof, von damals bis heuteIch kenne den Pony-Hof Reinach seit über 10 Jahren. An den ersten Ausritt mit Cyndi kann
ich mich aber noch sehr gut erinnern. Im Vergleich zu mir, war dieses Pony riesig und das Mädchen, das mich begleitete, brauchte viel Überredenskunst um mich für einen geführten Ausritt zu begeistern. Zum Glück liess ich mich überzeugen, denn seit diesem Zeitpunkt hat mich das Pferdefieber gepackt.
Da mir die geführten Ausritte nicht genug waren und ich mehr über diese Tiere wissen wollte, durfte ich meine freien Nachmittage auf dem Pony-Hof verbringen. Die älteren Mädchen nahmen sich viel Zeit für mich um mir die wichtigsten Dinge über Pferde, ihre Haltung und Pflege beizubringen. Und schon bald durfte ich die Ponys alleine führen. Nun war ich eine
dieser Personen, die kleine Kinder von einem Ausritt überzeugen konnte. Das machte mich natürlich sehr stolz. Das war jedoch nicht alles. Um mich auch reiterlich zu verbessern, nahm ich Reitstunden und durfte später auch abends mit Jessica Baerfuss ausreiten gehen. Es war vor allem sie,
die mich in den Anfängen sehr motiviert und gefördert hat. Denn ich war nicht besonders überzeugt von mir und meinen Reitkünsten. Die harte Arbeit hat sich aber auf jeden Fall gelohnt. Denn alle Helferinnen und Helfer durften Ihr Können an den alljährlich stattfindenden Reiterspielen, Orientierungsritten und weiteren Veranstaltungen unter Beweis stellen. Damit wir uns auch mit anderen Reitern messen konnten, nahmen wir selbstverständlich auch an auswärtigen Wettkämpfen teil. Der Höhepunkt im Pony-Hof Jahr war jedoch das Pony-Hof Fest. Bei diesem Fest standen
wir Helferinnen und Helfer im Vordergrund. Mit tatkräftiger Unterstützung der Familie Baerfuss und des Gönnerclubs Pony-Hof Reinach durften wir unsere eigene Reitershow kreieren. Wir konnten bestimmen, wie die Quadrillen geritten werden, wie die Kostüme auszusehen haben und zu welcher Musik wir unsere Künste vorführen. Das war immer eine
intensive und aufregende Zeit, an die ich mich gerne zurück erinnere.
Aber auch heute unterstützt die Familie Baerfuss ihre Helferinnen und Helfer. Durch eine Knieverletzung musste ich einige Jahre auf das Reiten verzichten. Als ich dann plötzlich wieder auftauchte, wurde ich mit offenen Armen empfangen. Erneut war es Jessica Baerfuss, die mich dazu motivieren konnte wieder regelmässig zu reiten. Jetzt habe ich ein
Pflegepony und versuche mich so oft wie möglich darum zu kümmern. Für mich ist die Zeit, die ich auf dem Pony-Hof verbringe eine willkommene Abwechslung zu meinem Berufs- und Schulalltag.
Ein weiterer grosser Schritt in meiner Reitkarriere war das Reitbrevet (klassische Reitweise). Leider ist es heute nicht mehr so leicht Turniere zu finden, an denen man ohne Brevet starten kann. Sogar für einige Orientierungsritte braucht man heutzutage das Reitbrevet. Also entschloss ich mich den Brevetkurs in einem anderen Stall zu besuchen.
Für die Familie Baerfuss war sofort klar, dass ich diesen Kurs mit einem ihrer Ponys absolvieren darf. Schliesslich sind diese Ponys gut ausgebildet und mir würde es sicher leichter fallen diesen Kurs mit einem Pony zu machen welches ich schon kenne, als mit einem fremden Schulpferd.
Ich war natürlich nicht die einzige, die das Reitbrevet machen durfte. In den letzten zwei Jahren haben über 10 Personen vom Pony-Hof Reinach das Brevet mit Bravour bestanden. Dies war aber nur möglich mit Unterstützung der Familie Baerfuss, welche die Ponys zu Verfügung stellte und die Brevetkandidaten samt Pferd zu den Kursorten chauffierte.
Natürlich ist dieser Kurs nicht gratis. Im Gegenteil, für junge Menschen die kein Einkommen haben ist das Reitbrevet eine finanzielle Belastung. Aber auch dafür gab es eine Lösung. Der Gönnerclub Pony-Hof Reinach übernahm die Hälfte des Kursgeldes für ihre Mitglieder. Obwohl das Reiten für mich eine Freizeitbeschäftigung ist, konnte ich viele Dinge auch in
meinen Schul- und Berufsalltag mitnehmen. Verantwortung für sich und andere zu übernehmen, sich bewusst sein welche Auswirkungen das eigene Handel haben kann und das Zusammenarbeiten im Team sind einige der wichtigsten Erfahrungen die ich auf dem Pony-Hof Reinach machen durfte.

Maria Vasatko (23)

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Sabrina Wegmann


Neubau Ponyhof Reinach

Sehr geehrte Damen und Herren

Heutzutage möchten immer mehr Personen verschiedene Jugendorganisationen gründen um unsere Jugend zu unterstützen. Die Gründung und Organisation von solchen Projekten kostet immer Geld und es wird zunehmend teurer.Der Ponyhof Reinach hilft vielen Jugendlichen in dem er eine vernünftige Freizeitbeschäftigung anbietet. Sie lernen dem Umgang mit Mensch und Tier, und der Kontakt zu Pferde hilft vielen im Alltag zu Recht zukommen. Somit lernen sie
auch mit diversen Konflikten umzugehen.Hiermit möchte ich nun meine Erfahrungen mit dem Ponyhof Reinach schilden.
Ich war ab dem 13. Lebensjahr kein einfaches Kind und es wurde viel diskutiert und unternommen um mich auf den „richtigen Weg“ zu bringen. Es war schwierig für mein ganzes Umfeld und schlussendlich kam ich in eine betreute Wohngruppe. Die kamen aber auch nicht weiter.In der Zwischenzeit war ich öfters auf dem Ponyhof Reinach. Half im Stall und lernte den Umgang mit Mensch und Tier. Nach einer kurzen Zeit kamen wir zum Entschluss, dass ich bei der Familie Baerfuss einziehen könnte, und auf dem Ponyhof Reinach ein Praktikum machen könnte, um den Einstieg ins Berufsleben zu finden. Obwohl sie es auch nicht immer leicht hatten mit mir, waren sie eine grosse Unterstützung und sind immer für mich da gewesen. Das sanfte Wesen der Pferde half mir zudem ruhiger zu werden. Ich lernte mit den Tieren umzugehen und wurde dank der ganzen Unterstützung der Familie zu einer ganz neuen Person.Ich kam weg von all den Problemen die man heutzutage von der Jugend mitbekommt. Ich fand den Einstieg in die Berufswelt und absolviere zurzeit erfolgreich meine Ausbildung. Ohne den Ponyhof Reinach wäre ich heute nicht so weit, um meine Ausbildung erfolgreich abzuschliessen. Ich hoffe Ihnen hiermit einen zusätzlichen Eindruck vom Ponyhof Reinach geben zu können und würde mich freuen wenn der Ponyhof endlich wieder an den gewohnten Standpunkt zurückkehren könnte. Nicht nur ich, sondern auch viele andere Personen, Kinder und Jugendliche würden sich freuen wieder mehr Zeit am ehemaligen Ort zu verbringen. Wir dürfen natürlich die Tiere nicht vergessen, die sich nach dem altbekannten Ort und Wald sehnen und sich wieder viel
wohler fühlen würden.

Freundliche Grüsse

Sabrina Wegmann